Beiträge zu Menschenzoos

MenschenZoos: Faust Kultur bespricht “Eine koloniale Begegnung”

Faust_Logo

Heute reist man in die entlegensten Ecken der Welt, gierig nach einem Blick in die Lebenswelten fremder Menschen und Kulturen. Im 19. Jahrhundert importierte man afrikanische Stammesangehörige als Attraktion für Zoo und Zirkus. Das Buch „MenschenZoos. Schaufenster der Unmenschlichkeit“ berichtet über diese dunkle Seite westlicher Sensationslust. Ein Ausschnitt daraus ist bei Faust-Kultur (Mehr …)

FROM SAMOA – WITH LOVE ?

1900 Unsere neuen Landsleute aus Samoa, Berlin (Postkarte aus der Collection Radauer)

Von Januar bis November zeigte das Museum Fünf Kontinente München die Ausstellung „From Samoa – with love?“ Ein Rückblick. Ausgehend von einigen Wertgegenständen, die der Samoanische Häuptling Tupua Tamasese Lealofi dem bayerischen Prinzregenten 1910 im Rahmen einer in München stattfindenden Völkerschau schenkte, hat sich Kuratorin Hilke Thode-Arora auf die Suche nach Spuren der deutsch-samoanischen Kolonialgeschichte gemacht. Ihre jahrelange Forschungsarbeit, während der sie u.a. Nachkommen ausfindig machte und interviewte, Briefe analysierte sowie Postkarten und Fotos auswertete, lässt die deutsch-samoanischen Völkerschauen in einem spannenden und zugleich differenzierten Licht erscheinen. Auf samoanischer Seite zeugen noch deutsche Namen, deutsches Bier und Essen sowie die … (Mehr …)

Unter dem Deckmantel der Kunst? Zur aktuellen Debatte über „Exhibit B“

Szene aus "Exhibit B"

Ob nun Jonathan Meese in einer seiner Performances den Arm zum Hitlergruß erhebt, Rapper Bushido seiner Homophobie und seinen Gewaltfantasien in seinen Songtexten („Ein falsches Wort und deine Zunge spürt Rasierklingen“) Luft macht oder Santiago Sierra Autoabgase in eine Synagoge leitet, um an die Gaskammern des Holocaust zu erinnern – die Frage, wie weit Kunst gehen darf, ist eine, die häufig aufkommt. Schließlich, sagen manche, darf unter dem Deckmantel der Kunst nicht alles erlaubt sein! Die Installation „Exhibit B“ des südafrikanischen Dramatikers Brett Bailey hat diese Frage neu entfacht: weil sie Szenen aus Menschenzoos künstlerisch neu in Szene setzt wurde sie unter … (Mehr …)

Die Installation „Exhibit B“: Der „MenschenZoo“, der Furore macht

Brett Bailey mit einem der Perfomance-Künstler

Kolonisation und Fremdheit, das sind die Themen, die das dritte Kulturfestival von Poitiers „Haut des Tigers und Schwarzen Peters“, ausgerichtet von der Universität, des Theaters und Auditoriums Poitiers, vom 12. bis 16. November bestimmten. Die Ausstellung „MenschenZoos: Die Erfindung des Wilden“ der Forschungsgruppe Achac wurde zum Auftakt des Festivals von Pascal Blanchard und Lilian Thuram eröffnet. Die wandernde Performance Ausstellung Exhibit B des südafrikanischen Dramatikers und Installationskünstlers Brett Bailey zielt darauf, den Rassismus in der Gesellschaft offenzulegen, indem in 12 Live-Bildern Szenen aus Völkerschauen bzw. Menschenzoos nachempfunden werden. Die zunehmend polarisierende Ausstellung tourt bereits seit 2010 durch Europa. Letzten Donnerstag … (Mehr …)

“Der Spiegel” berichtet über Menschenzoos

Spiegel Artikel

Am 12. Dezember 2012 berichtete Katja Iken für den Spiegel über das Schicksal des kongolesischen Pygmäen Ota Benga. Ota Benga sei „ein Mann, dessen trauriges Schicksal exemplarisch für den um die Wende zum 20. Jahrhundert grassierenden wissenschaftlichen Rassismus, für Ausbeutung, Menschenverachtung und Habgier“ stehe. Ota Benga wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von einem amerikanischen Missionar zusammen mit anderen Afrikanern nach St. Louis verschleppt, um in einem Menschenzoo ausgestellt zu werden. In einem von den belgischen  Okkupationstruppen König Leopolds II. verursachten Massaker waren seine Frau und seine zwei Kinder ermordet worden, Benga anschließend versklavt. Der Ding-Charakter, dem man dem Afrikaner zuschrieb, … (Mehr …)

Die Lust des Kaiserreichs an der Exotik – Als Menschen aus fernen Ländern wie Zootiere vorgeführt wurden

P.M. Magazin Juli 07, 2014 (verschoben)

Die Zeitschrift P.M. berichtete im Juli über Völkerschauen. Der Crieur Public fasst die wichtigsten Punkte zusammen. Autorin Christine Schulz gibt zunächst die Schicksäle der fünf Seenomaden vom Volk der Kawesqar aus Chile wieder, die in den europäischen Großstädten auf Völkerschauen „vorgeführt und begafft“ worden seien. Die Nomaden mit überlieferten Namen Henry, Lise, Grethe, Piskounas und Capitán seien sieben Monate zu dieser Tätigkeit gezwungen und auf Plakaten als „die Wilden von den Feuerlandinseln“ beworben worden. Im Frühjahr 1882 seien alle fünf kurz nacheinander an Lungenentzündung oder Masern gestorben. Die Darsteller unterschrieben Verträge Der Zwang sei allerdings eher die Ausnahme gewesen, zumindest, wenn … (Mehr …)

ARTE: Die Entstehung des Rassismus

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Die ARTE-Sendung “Mit offenen Karten” erklärt wöchentlich fast ausschließlich anhand von geographischen Karten wichtige Sachverhalte. Hier eine 14-minütige Sendung mit dem Titel “Die Entstehung des Rassismus”. Die Sendung ist sehr anschaulich erklärt und richtet sich an alle diejenigen, die sich mit diesem Thema vertraut machen möchten:

Wanderausstellung in Angers

Plakat der Wanderausstellung in Angers

Das Naturkundemuseum in der französischen Stadt Angers, die südwestlich von Paris liegt, zeigt von 12. Juli bis 28. Dezember die Ausstellung „MenschenZoos – die Erfindung des Wilden“. Die Wanderausstellung basiert konzeptionell auf der 2011 im Musée du quai Branly gezeigten, vielgefeierten Ausstellung „Exhibitions – l’invention du sauvage“. Im Fokus steht die Geschichte der sogenannten „Menschenzoos“, der Zurschaustellung und Inszenierung „exotischer Menschen“, welche oftmals hinter Zäunen und neben (wilden) Tieren,  zur Belustigung der Massen ausgestellt wurden und vielfach zugleich „wissenschaftlich“ auf der Grundlage von Rassetheorien erforscht wurden. Die Menschenzoos trugen zur Stigmatisierung fremder Kulturen und zur Legitimation des Kolonialismus bei. Bewohner … (Mehr …)

Hamburg – Der Beginn von Hagenbecks Völkerschauen

Recto Samojeden

m 19. Jahrhundert war Hamburg ein Ort, an dem ein reger Handel mit allen möglichen Importen fremder Ländern stattfand. In St. Pauli entwickelte sich ein Kleinhandel mit Kuriositäten sowie ein Amüsierviertel mit Theatern, Panoptiken, Buden, Menagerien, Jahrmärkten, Panoramen und Varietés.

Hier ließ auch der Fischhändler John Hagenbeck im Jahr 1848 erstmals einige Robben gegen Geld sehen. Er erweiterte dieses Unternehmen nach und nach zu einer Menagerie mit Tierhandel. Sein Sohn Carl Hagenbeck (1844-1913) trat mit 15 Jahren in die väterliche Firma ein und erschloss dieser mit der Idee der Völkerschau in Deutschland erst eine und im Laufe der Zeit die zusätzliche Einnahmequelle, die ein bedeutendes Vermögen generierte. Hagenbecks erste Völkerschau fand (Mehr …)

„Eine phantastische Leistung!“ – Buchbesprechung von „MenschenZoos“ in Zeitschrift für Genozidforschung

Cover Zeitschrift f. Genozidforschung

In der jährlich publizierten Zeitschrift für Genozidforschung der Ruhr Universität Bochum ist unser Buch „MenschenZoos“ positiv besprochen worden. Der Autor Ulrich van der Heyden liefert einen Überblick der Beiträge und lobt letztere als „ausnahmslos [...] lesenswert“, nennt sie eine „einmalige[...] Sammlung von einschlägigen Forschungsergebnissen“. Alleinstellungsmerkmal erhalte das Buch dadurch, dass hier Forscher verschiedener Länder die Geschichte der Völkerschauen als europäisches Problem erfassten und eine Brücke zur nordamerikanischen und japanischen Geschichte schlügen. Damit liefere es einen gelungenen Überblick der verwobenen Prozesse. „Eine phantastische Leistung!“, urteilt van der Heyden. „In diesem Umfang und vor allem in dieser Themenbreite gibt es nichts Vergleichbares … (Mehr …)

“Eine dunkle Vergangenheit, die nicht vergeht” von Peer Zickgraf

Peer Zickgraf, Gründungsredakteur des Projekts einseitig.info und Geschäftsführer des gemeinnützigen Vereins “Netzwerk freier Kulturjournalisten” im Gespräch mit Yasmine Azzi-Kohlhepp, Journalistin und Verlegerin von Les Éditions du Crieur Public, und Sandrine Lemaire, Mitautorin von „MenschenZoos“. Am 25. April 2013 hält Peer Zickgraf an der Uni Marburg einen Vortrag zum Thema „Menschenzoo. Völkerschau und Totentanz. Deutsches Körperweltentheater von 1905 bis heute“. Passend dazu führte er ein Interview über das deutsch-französische Projekt „MenschenZoos“ mit Verlegerin Yasmine Azzi-Kohlhepp und Autorin Sandrine Lemaire. Einseitig.info: Was erhoffen Sie sich von der Publikation „MenschenZoos. Schaufenster der Unmenschlichkeit“? Yasmine Azzi-Kohlhepp: Das Thema ist für uns sehr interessant: Es … (Mehr …)

Berliner Zoo stellte Feuerländer aus

Feuerländer

Die Zeichnung aus dem Jahr 1882 zeigt die Schaulust des Publikums beim Betrachten der im Zoo Berlin ausgestellten Feuerländer. Die Bewohner der südamerikanischen Inselgruppe sind offenbar dazu animiert worden, Feuer zu machen, Bogen zu schießen und ihren „natürlichen“ Alltag für das Publikum in Szene zu setzen. Quelle: E. Hosang: Die Feuerländer im zoologischen Garten zu Berlin (Zeichnung). In: Hermann Schönlein (Hg.): Das Buch für Alle, Stuttgart 1882, S.?.

„Die Australneger in Berlin“: Ein Beispiel für die Erfindung des Wilden

Artikel

„Das Buch für Alle“ war eine illustrierte Monats-Zeitschrift „zur Unterhaltung und Belehrung für die Familie und Jedermann“, die 1866 vom Verleger Hermann Schönlein in Stuttgart ins Leben gerufen wurde. Ab 1889 brachten die Gebrüder Kröner die Zeitschrift unter dem Namen „Schönleins Nachfolger“ heraus. 1890 ging die Zeitschrift in der Union Deutscher Verlagsgesellschaft unter der Leitung Adolf von Kröners auf, wo später u.a. Jugenderzählungen Karl Mays sowie Else Urys „Nesthäkchen“ erschienen. Der folgende bebilderte Artikel der Ausgabe des Jahres 1885 spiegelt den Rassismus wider, der in Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts grassierte. Die hier erwähnten Aborigines dienen zunächst den Studienzwecken der … (Mehr …)

Bertini-Preis für MenschenZoo-Beitrag

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Die 20-jährige Abiturientin Jessica Köster ist dieses Jahr mit dem Bertini-Preis ausgezeichnet worden. Der Name des Preises geht auf den größtenteils autobiographischen Roman „Die Bertinis“ des Hamburger Schriftstellers Ralph Giordano zurück, in welchem er die Geschichte seiner assimilierten jüdischen Familie nachzeichnet, die sich im Zuge der Nürnberger Gesetze einer Welle von Diskriminierungen und dem Stigma des „Jüdischseins“ ausgesetzt sah. Der Preis wird jährlich an junge Hamburger im Alter von 14 bis 21 Jahren für „couragiertes Eintreten gegen Unrecht, Ausgrenzung und Gewalt von Menschen gegen Menschen in dieser Stadt“ vergeben. Gegenüber ihren Mittstreitern tat sich Jessica Köster mit einem fiktiven Tagebuch … (Mehr …)

Wanderausstellung in Rouen

Filmplakat "Vénus Noire"

Das Muséum in der nordfranzösischen Stadt Rouen zeigt von 4. April bis 9. November* die Ausstellung „MenschenZoos – die Erfindung des Wilden“. Die Wanderausstellung basiert auf der 2011 im Musée du quai Branly gezeigten, vielgefeierten Ausstellung „Exhibitions – l’invention du sauvage“. Im Fokus steht die Geschichte der Völkerschauen bzw. der sogenannten „Menschenzoos“. Eine solche Zurschaustellung gab es in Rouen in den Jahren 1889, 1896 und 1903 mit den „afrikanischen Dörfern“. Die regulären Tafeln der Wanderausstellung sind um die Geschichte dieser ergänzt. Die Ausstellung richtet sich an Jung wie Alt: den Besucher erwartet beispielsweise die Vorführungen einschlägiger Filme (4. April „Zoos … (Mehr …)

Wanderausstellung MenschenZoos in Nantes

Ausstellungsplakat Nantes

Die Maison de Quartier Dervallières – ACCOORD in der westfranzösischen Stadt Nantes zeigt von 5. bis 20. Dezember die Ausstellung „MenschenZoos – die Erfindung des Wilden“. Die Wanderausstellung basiert auf der 2011 im Musée du quai Branly vielgefeierten Ausstellung „Exhibitions – l’invention du sauvage“. Im Fokus steht die Geschichte der sogenannten „Menschenzoos“, der Zurschaustellung und Inszenierung „exotischer Menschen“. In Nantes gab es eine solche Zurschaustellung mit dem „schwarzen Dorf“ 1904 und der Nationalausstellung 1924. Die Kuratoren, Lilian Thuram und die internationale Forschungsgruppe Achac, haben in Nantes Unterstützung vonseiten der Stadt Nantes,  dem Verein für soziale, kulturelle und Bildungsangelegenheiten in Nantes … (Mehr …)

Über die Geburt der Wanderausstellung „Die Erfindung des Wilden“ in Paris

Exhibitions, l’invention du sauvage

Die Ausstellung mit dem Titel Exhibitions, l’invention du sauvage („Schaustellungen, die Erfindung des Wilden“) im Musée du Quai Branly in Paris wurde vom 29. November 2011 bis 3. Juni 2012 von 266 774 Menschen besucht, darunter waren ca. 16 000 Kinder und Jugendliche, vielfach im Rahmen von Museumsführungen für Schulgruppen.

Aufgrund des großen Andrangs wurde das Thema vom 21. November bis zum 6. Januar 2013 im Pariser Musée des Enfants du Jardin d’Acclimatation in abgewandelter Form als Wanderausstellung fortgesetzt, an einem symbolträchtiger Ort also, denn die zoologischen Gärten sind sowohl historische Stätte als auch Spielplatz von Generationen von Kindern. Von 1877 bis 1937 fanden hier Kolonialausstellungen und Völkerschauen statt.

Die eineinhalb-monatige Wanderausstellung im Jardin d’Acclimatation bot dem Besucher eine möglichst objektive (Mehr …)

Wanderausstellung in Deutschland

Ausstellung Paris 3

MenschenZoos: Vom Unbekannten zum ethnischen Spektakel Während in Paris die Ausstellung „Acclimatation / Exhibitions : l’invention du sauvage“* stattfindet, ist das Phänomen der „MenschenZoos“, die Ausstellung von sogenannten „Wilden“ im 19. Und 20 Jahrhundert, in Deutschland noch relativ unbekannt. Verlegerin Yasmine Azzi-Kohlhepp, Gründerin des Verlagshauses Les Éditions du Crieur Public, schwebt eine Wanderausstellung zu diesem Thema in Deutschland vor. Die Ideen zur Ausstellung, die noch des Sponsorings bedarf, konkretisieren sich. In Deutschland nimmt die Ausstellung Gestalt an Die Ausstellung wird die Geschichte der sogenannten „Menschenzoos“ mit Fokus auf Deutschland und Österreich des 19. Und 20. Jahrhunderts  anhand von 20  Tafeln … (Mehr …)

„MenschenZoos“ wird auf ARTE vorgestellt

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Das Buch „MenschenZoos“ ist am 15. Oktober 2012 in der ARTE-Sendung „28 minutes“ von Moderatorin Elisabeth Quin vorgestellt worden. Das Buch wurde im Rahmen des Tagesthemas „Frankreich und Afrika: Kommt man ohne den anderen aus?“ besprochen. Gast der Sendung war u.a. der Historiker Pascal Blanchard, Mitherausgeber und einer (Mehr …)

Auch Bild Köln berichtet über MenschenZoos

Menschenzoos Ausschnitt

Auch die Kölner Ausgabe der Bild-Zeitung hat über die Erscheinung des Buches MenschenZoos und die damaligen Vorkommnisse in Köln berichtet. Zum Artikel (Mehr …)

Menschenzoo- & Völkerschau-Bilder aus der Sammlung Martin Spruijt (2. Teil)

Kampfszenen bei Hagenbeck

Dies ist der zweite und letzte Teil aus der Bildmaterialsammlung von Martin Spruijt, einem Hamburger Sammler, von der wir einige ausgewählte Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich machen dürfen. Einige finden sich auch in dem Buch MenschenZoos – Schaufenster der (Mehr …)

Menschenzoo- & Völkerschau-Bilder aus der Sammlung Martin Spruijt (1. Teil)

Auch das Kronprinzenpaar  kam, sah und wurde gesehen - auf der Berliner Armee-, Marine- und Kolonialausstellung im Jahr 1907..

Aus der Bildmaterialsammlung von Martin Spruijt können wir einige ausgewählte Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich machen. Einige finden sich auch in dem Buch MenschenZoos – Schaufenster der Unmenschlichkeit wieder:                                                                              

Bild: Menschen-Zoos in München

Menschen-Zoos in München

Die Münchener Ausgaber der Bild-Zeitung berichtet heute über die MenschenZoos, die seinerzeit in Bayern und München stattgefunden haben. Die Zeitung findet klare Worte: “Ein neues Buch prangert (Mehr …)

„Lassen wir den Fußball doch mal beiseite“ Lilian Thuram im Gespräch mit der FAZ

FAZ

In einem einfühlsamen Interview hat die FAZ den ehemaligen Fußballnationalspieler Lilian Thuram zu seinem Engagement außerhalb des Fußballs befragt. Gleich zu Beginn des Interviews möchte die FAZ wissen, worum es in der von Thuram mitorganisierten Ausstellung „Exhibitions. L’invention du sauvage“ gehe. Die Ausstellung zeige, so Thuram, wie der Westen den Wilden erfunden habe. Sie zeige dies am Beispiel des Schicksals einzelner Menschen, die aus Afrika, Asien, Ozeanien oder Amerika kamen und im Westen auf Jahrmärkten, in Zoos und auf Welt- oder Kolonialausstellungen präsentiert wurden. Dieser Prozess habe im 16. Jahrhundert an den Königshöfen und begonnen und habe sich in Europa, … (Mehr …)

Hamburger MoPo: Claus Hagenbeck sauer über dieses Buch

MoPO Artikel über MenschenZoos

Die Hamburger Morgenpost berichtete über die Veröffentlichung des Buches “MenschenZoos – Schaufenster der Unmenschlichkeit” und wie Claus Hagenbeck hierauf während und nach (Mehr …)

F. Hollande: Das Wort “Rasse” soll aus der französischen Verfassung gestrichen werden

Francois Hollande, Lilian Thuram und Yasmine Azzi-Kohlhepp, Verlegerin des Crieur Public, im Gespräch im Pariser Musée du Quai Branly

Francois Hollande war, damals noch als Kandidat und nicht als gewählter Präsident Frankreichs, im November 2011 zur Eröffnung der Ausstellung “Erfindung des Wilden” im Pariser Musée du Quai Branly. Er ließ sich von Pascal Blanchard und Sandrine Lemaire, zwei der Herausgeber des Buches MenschenZoos, durch (Mehr …)

  1. Hilly schrieb am 9. Mai 2012:
    Es wird auch Zeit. Der Begriff ist zumindest in Europa geächtet und wird nicht einmal mehr im wissenschaftlichen Zusammenhang genutzt.

Besprechung der Pariser Ausstellung „Exhibitions. L’invention du sauvage“ in der TAZ

TAZ

Die Berliner Tageszeitung TAZ hat die Ausstellung “Exhibitions: l’invention du sauvage“, die derzeit im Pariser Musée du quai Branly zu sehen ist, am 4. Mai 2012 im Ressort „Kultur“ besprochen. Auf „eindrucksvolle Weise“, heißt es darin, stelle de Ausstellung die Beziehungsgeflechte rund um das Thema Menschenzoos dar. Die Ausstellung sei „eine begehbare Studie [...] über die Herausbildung westlicher Klischees gegenüber dem Fremden“. So sei beispielsweise die Videoinstallation des französischen Künstlers Vincent Elka positiv ins Auge gefallen: auf zwei großen Bildschirmen stellen Schwarze und Asiaten, Rollstuhlfahrer und Blinde, Moslems, Obdachlose, Schwule und Lesben dem Besucher am Ende der Ausstellung die Frage … (Mehr …)

Völkerschauen & MenschenZoos Bilder

Das Hamburger Sankt Pauli Museum hat uns freundlicherweise die folgenden Bilder zur Verfügung gestellt, an denen es die Copy-Right-Rechte hat. (Mehr …)

ARTE in Begleitung von Kuratorin Nanette Jacomijn Snoep

ARTE

Anlässlich der Ausstellung “Exhibitions. L’invention du sauvage” im Musée du quai Branly in Paris, wird bei ARTE in der Sendung “Le Dessous des Cartes” nach der Repräsentation von Andersartigkeit und Differenz gefragt. “Eine Reise in Raum und Zeit”, begleitet von der Kuratorin des Museums Nanette Jacomijn Snoep… Den Programmhinweis finden Sie hier http://ddc.arte.tv/emission/exhibitions-ou-l-invention-du-sauvage

Der 5. und letzte Teil der ARTE-Sendung über Menschenzoos, den sog. Völkerschauen

Auch der letzte Teil bietet beeindruckendes Originalmaterial:

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Der 4. Teil des ARTE Beitrags über Menschenzoos

Auch der vierte Beitrag über die Menschenzoss / Völkerschauen “hat es in sich”:

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R. Giordano: “Die Menschen wurden vorgeführt wie die Tiere”

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Der Hamburger, in Köln lebende Schriftsteller Ralph Giordano war Augenzeuge, wie in Hamburg auf dem sogenannten Winterdom Anfang der 30’er Jahre noch Menschen wie die Tiere ausgestellt wurden. Er sprach über sein Erlebtes, sein Elternhaus sowie über Rassismus damals und heute mit dem Crieur Public (CP):

R.G.: Ich will Ihnen erzählen, was ich damals, es war um das Jahr 1930, erlebt habe: Es war auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg. Meine Familie und ich wohnten damals in Barmbek und der „Dom“, wie dieser Jahrmarkt ja in Hamburg genannt wird, war damals etwas ganz besonderes. Für meine Mutter, meinen Bruder Egon, der 1,5 Jahre älter ist als ich, ich bin Jahrgang 1923, und für mich war das ein großes Ereignis. Ich erinnere mich, mein Vater war erwerbslos von 1930 bis 1936 und meine Mutter musste (Mehr …)

Herausgeber Nicolas Bancel: Hagenbeck sollte eine Erinnerungstafel aufstellen

Nicolas Bancel

CP: „Das Buch MenschenZoos ist das Ergebnis von 10 Jahren interdisziplinärer Forschungsarbeit. Das Werk offenbart uns den Übergang vom wissenschaftlichen zum populären Rassismus. Wie entstand die Idee, dieses Buch zu schreiben?“
NB: Den Ausgangspunkt bildete eine Gruppe junger Forscher innerhalb der Forschergruppe Achac[1], deren Ziel es war, alle Kulturprodukte zu untersuchen, die im Rahmen der Kolonisation entstanden sind: Kolonialromane, Filme, Postkarten, Fotografien, Zeitungsartikel, Comic-Hefte, Plakate, Theaterstücke, etc.. Dabei stießen wir auf einige Plakate, die für merkwürdige Veranstaltungen warben. Damals, Mitte der 90’er Jahre des letzten Jahrhunderts, haben wir die Bedeutung des Phänomens nicht sofort erfasst. Aber das Phänomen hatte uns neugierig gemacht und so begannen wir im Jahr 1999, in Zusammenarbeit mit der Forschergruppe CNRS[2] (Anthropologie der Körperdarstellungen), geleitet von Gilles Boëtsch, über das Thema zu forschen. So haben wir die besondere Bedeutung dieser Veranstaltungen entdeckt.
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MenschenZoos – ein Event auch für Prominente

Nante 1904 - offizieller Empfang

Die MenschenZoos, die seinerzeit unverfänglich “Völkerschauen” genannt wurden, waren in Europa, Amerika und Japan eine Form der Herrschaftsausübung. Dies zeigt sich bei dem folgenden Bild bis in die Details: Diese Völkerschau fand 1904 in Nantes (Frankreich) statt. Die örtliche Prominenz kam “im vollen Ornat” und (Mehr …)

3. Teil der ARTE Sendung über MenschenZoos und Völkerschauen

Auch der dritte Beitrag ist betrachtenswert. Das eingearbeitete Film- und Bildmaterial vermittelt gute Einblicke in diese damals in der Regel überaus profitablen Völkerschauen.

Der erste Sprecher in dem Filmbeitrag ist Gilles BOETSCH, der einer der Herausgeber unseres in 33 Tagen erscheinen Buches MenschenZoos, ist.
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