Beiträge zu Feminismus

Schwangerschaft ohne Mann: Das Mysterium Marias

Titelbild Maria

In der Weihnachtszeit gedenken wir Maria als die Mutter Gottes, derjenigen, die Jesus gebar. Im Neuen Testament heißt es bei Matthäus: „Die Geburt Jesu Christi geschah aber so: Als Maria, seine Mutter, dem Josef vertraut war, fand es sich, ehe er sie heimholte, dass sie schwanger war von dem Heiligen Geist. Josef aber, ihr Mann, war fromm und wollte sie nicht in Schande bringen, gedachte aber, sie heimlich zu verlassen. Als er das noch bedachte, siehe, da erschien ihm der Engel des Herrn im Traum und sprach: Josef, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; … (Mehr …)

Opfer einer Vergewaltigung….und selbst Schuld ??!

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  “Selfie Klip“ Laut dieses von der ungarischen Polizei produzierten Kurzfilms mit dem Titel „Selfie Klip“ tragen Frauen Schuld an ihrer Vergewaltigung. Die ungarische Polizei wird das Video auch an ungarischen Schulen zeigen. Das Video zeigt drei junge Frauen, die sich für einen Discoabend in aufreizende Kleidung hüllen, sich schminken und einen „Selfie“ von sich schießen. Bevor die Frauen die Wohnung verlassen, um sich auf den Weg zur Disko zu machen, erblickt eine der Frauen eine offenbar misshandelte Frau und wendet sich ab. Nach einigem Alkoholkonsum und engem Tanz mit Männern in der Disko findet sich eine der Frauen in der … (Mehr …)

Klug, klüger….am klügsten ? Ein feministisches Streitstück

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Die Feministinnen Alice Schwarzer, Simone de Beauvoir, Judith Butler, Luce Irigaray, Laurie Penny, Valerie Solanas, Elisabeth Badinter, Vandana Shiva und Deirdre McCloskey und Gastgeber Arthur Schopenhauer haben das Abendessen beendet und sitzen gemeinsam an einem Tisch. Gleich soll es Dessert geben, aber dann löst die Frage, wer das Geschirr abwäscht, einen Streit aus. Die Figuren Elisabeth Badinter, 1944 in Boulogne-Billancourt geboren, hat sie sich als Professorin und Philosophin vor allem durch den Bestseller “Mutterliebe – zur Geschichte eines Gefühls” einen Namen gemacht. Darin untersucht sie das Muttergefühl im Wandel der Zeit und erläutert, das Muttergefühl sei eine seit der Aufklärung verbreitete Erfindung, die dazu diene, … (Mehr …)

Ist das Kopftuch… ein Zeichen der Rückschrittlichkeit?

Alice Schwarzer

„Wenn ich Frauen mit Kopftuch sehe, werde ich wütend“ bekannte kürzlich ein Freund von mir, „wieso lassen die sowas mit sich machen?“ Darauf entbrannte eine hitzige Diskussion in der Runde – wir waren zu dritt – in der jeder einmal sein Repertoire an Emotionen, intellektuellen Standpunkten und historischem Halbwissen zum Thema „Kopftuch und Feminismus“ ans Tageslicht zu befördern versuchte. Kürzlich gelesene Artikel zum Vormarsch der IS, Fernsehdokumentationen über die Rekrutierung deutscher Dschihadisten, feministische Zitate sowie im Studium angeeignete Argumente des Poststrukturalismus wurden mit Elan in die Runde geworfen. Während der eine forderte, die Kopftücher sollten verboten werden, um ein Zeichen … (Mehr …)

Radikal feministische…Muslimin?

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Ein hörens- und lesenswerter Beitrag von Deutschlandradio Kultur zum Thema “Islam und Feminismus”, auch vor dem Hintergrund der bei Maischberger in der ARD geführten Debatte”Schleier und Scharia“.    

War August Bebel… eine Frau?

August Bebel Thema

August Bebel war keine Frau, aber dennoch Feminist. Er war der erste Mann in Deutschland, der die Frauenunterdrückung öffentlich beschrieb und seine Wurzeln aufzudecken versuchte. Er war Begründer und Führer der SPD und seit der Gründung des Deutschen Kaiserreiches 1871 bis 1913 einer der einflussreichsten Abgeordneten im Reichstag. Innerhalb der Arbeiterbewegung gab es eine starke Fraktion, die den Sozialismus als pure Männerangelegenheit sah. Dem entgegen setzte sich Bebel für die private Stärkung der Frau und ihre Einbindung in das politische Leben ein. Ende des 19. Jahrhunderts nämlich war die Frau in Deutschland sozial, politisch und rechtlich diskriminiert: In wesentlichen familiären Angelegenheiten … (Mehr …)

Wer war eigentlich…. Olympe de Gouges ?

Olympe de Gauges

Mindestens genauso cool wie Emma Watson – die Schauspielerin in allen Ehren – ist Olympe de Gouges. Die in ihrer Bedeutung verkannte Frauenrechtlerin der ersten Stunde wurde 1748 im französischen Montabaun geboren. Zu ihrer Zeit war der Analphabetismus, besonders unter den Frauen, sehr groß. Ihr Wissen erwarb sie im Selbststudium. Als die französische Nationalversammlung 1791, also 4 Jahre nach der Französischen Revolution, die erste republikanische Verfassung Frankreichs verabschiedet hatte, der die allgemeine Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789 als Grundrechte vorangestellt waren, veröffentlichte de Gouges ihre „Déclaration des droits de la femme et de la citoyenne“ („Erklärung der Rechte der Frau … (Mehr …)

Was heißt eigentlich… Feminismus ?

Hubertine Auclert

Der Begriff „Feminismus“ wurde erst in den 1880er Jahren von französischen Frauenrechtlerinnen aufgebracht. Die französische Suffragette Hubertine Auclert (1848-1914) führte den Begriff „Feminismus“ in der von ihr herausgegebenen Zeitschrift La Citoyenne (Die Staatsbürgerin) als politische Leitidee gegen den “Maskulinismus” der Dritten Republik in Frankreich ein. Der Begriff war titelgebend für einen Kongress 1892. 1896 berichtete die französische Delegation auf dem Internationalen Frauenkongress in Berlin vor einem großen Publikum, wie die französische Presse dieses Wort aufgegriffen hatte. Ab da breitete sich der Begriff in den westlichen Frauenbewegungen aus und wurde synonym für “Frauenbewegung” genutzt. Im Deutschen haftet dem Begriff etwas Negatives an, da … (Mehr …)

Einladung

Wochen des Feminismus

Wir laden ein zu den WOCHEN DES FEMINISMUS vom 3. Oktober bis 19. Dezember. Wöchentlich werden wir hier bedeutende Feministinnen und ihre Gedanken vorstellen, von Olympe de Gouges, über Simone de Beauvoir und Luce Irigaray zu Laurie Penny.      

„Ich denke noch immer, dass ich ‚auf den Barrikaden’ bin und immer sein werde“

Titelseite an.schläge

Feministin und Autorin des Crieur Public Luce Irigaray im Gespräch mit Katharina Karcher für das feministische Magazin an.schläge: eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte durch Les Éditions du Crieur Public  1974 kostete sie die feministische Streitschrift „Speculum. Spiegel des anderen Geschlechts“ Ihren Lehrauftrag an der Universität in Paris. Im akademischen Establishment stieß sie damals auf taube Ohren, aber auch in feministischen Kreisen gilt sie heutzutage als umstritten. Auf die Frage, wo sie die Brennpunkte von heute sähe, verweist Irigaray auf ihre Erfahrung, dass „die heftigsten Konflikte oft zwischen Gleichen“ stattfänden und sie gerade oft bei Frauen Schwierigkeiten habe, ihrer Philosophie Gehör … (Mehr …)

Luce Irigaray in Rom

Michelangelos Pietà

Einer Einladung des Vatikans folgend hat Luce Irigaray im Rahmen von Kolloquien und Seminaren „die Präsenz des Mysterium Marias“ angesprochen. Veranstaltet wurden die Sitzungen von der Stadt Rom mit der Förderung der Bibliothek Rom und des Institut Français de l’Italie. Die zurückhaltende Präsenz der Maria in biblischen Texten kontrastiert mit ihrer Omnipräsenz in der Kunst und der Inbrunst, die die christliche Gemeinde nicht müde wird ihr entgegen zu bringen. Luce Irigaray, Philosophin, Psychoanalytikerin und Linguistin, beschäftigt sich oftmals mit der Figur der Maria, speziell im Kontext Mariä Verkündigung. Sie hat sich diesem Mysterium zu nähern gewagt, indem sie ihm ein … (Mehr …)

Luce Irigaray Symposien

Doktoranden verschiedenster Disziplinen, die sich mit der Arbeit Luce Irigarays auseinandersetzen, haben die Möglichkeit, ihre Arbeit mit Frau Irigaray persönlich zu besprechen. Dies wird im Juni 2014 an der University of Bristol in Großbritannien möglich sein. Interessenten werden gebeten folgendes einzureichen: einen Lebenslauf, einen einseitigen abstract ihrer Doktorarbeit und eine fünf bis sechsseitige Präsentation der Hauptthemen und –argumente ihrer Doktorarbeit, die einen Bezug zu Frau Irigarays Arbeit haben. Dies bitte ausschließlich (!) per Post an: Luce Irigaray 15 rue Lakanal F- 75015 Paris Frankreich Frau Irigaray wird sich dann mit dem jeweiligen Interessenten in Verbindung setzen und bekannt geben, ob … (Mehr …)