Beiträge zu Berichterstattung

“Der Spiegel” berichtet über Menschenzoos

Spiegel Artikel

Am 12. Dezember 2012 berichtete Katja Iken für den Spiegel über das Schicksal des kongolesischen Pygmäen Ota Benga. Ota Benga sei „ein Mann, dessen trauriges Schicksal exemplarisch für den um die Wende zum 20. Jahrhundert grassierenden wissenschaftlichen Rassismus, für Ausbeutung, Menschenverachtung und Habgier“ stehe. Ota Benga wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von einem amerikanischen Missionar zusammen mit anderen Afrikanern nach St. Louis verschleppt, um in einem Menschenzoo ausgestellt zu werden. In einem von den belgischen  Okkupationstruppen König Leopolds II. verursachten Massaker waren seine Frau und seine zwei Kinder ermordet worden, Benga anschließend versklavt. Der Ding-Charakter, dem man dem Afrikaner zuschrieb, … (Mehr …)

Wanderausstellung in Angers

Plakat der Wanderausstellung in Angers

Das Naturkundemuseum in der französischen Stadt Angers, die südwestlich von Paris liegt, zeigt von 12. Juli bis 28. Dezember die Ausstellung „MenschenZoos – die Erfindung des Wilden“. Die Wanderausstellung basiert konzeptionell auf der 2011 im Musée du quai Branly gezeigten, vielgefeierten Ausstellung „Exhibitions – l’invention du sauvage“. Im Fokus steht die Geschichte der sogenannten „Menschenzoos“, der Zurschaustellung und Inszenierung „exotischer Menschen“, welche oftmals hinter Zäunen und neben (wilden) Tieren,  zur Belustigung der Massen ausgestellt wurden und vielfach zugleich „wissenschaftlich“ auf der Grundlage von Rassetheorien erforscht wurden. Die Menschenzoos trugen zur Stigmatisierung fremder Kulturen und zur Legitimation des Kolonialismus bei. Bewohner … (Mehr …)

Wanderausstellung in Rouen

Filmplakat "Vénus Noire"

Das Muséum in der nordfranzösischen Stadt Rouen zeigt von 4. April bis 9. November* die Ausstellung „MenschenZoos – die Erfindung des Wilden“. Die Wanderausstellung basiert auf der 2011 im Musée du quai Branly gezeigten, vielgefeierten Ausstellung „Exhibitions – l’invention du sauvage“. Im Fokus steht die Geschichte der Völkerschauen bzw. der sogenannten „Menschenzoos“. Eine solche Zurschaustellung gab es in Rouen in den Jahren 1889, 1896 und 1903 mit den „afrikanischen Dörfern“. Die regulären Tafeln der Wanderausstellung sind um die Geschichte dieser ergänzt. Die Ausstellung richtet sich an Jung wie Alt: den Besucher erwartet beispielsweise die Vorführungen einschlägiger Filme (4. April „Zoos … (Mehr …)

Wanderausstellung MenschenZoos in Nantes

Ausstellungsplakat Nantes

Die Maison de Quartier Dervallières – ACCOORD in der westfranzösischen Stadt Nantes zeigt von 5. bis 20. Dezember die Ausstellung „MenschenZoos – die Erfindung des Wilden“. Die Wanderausstellung basiert auf der 2011 im Musée du quai Branly vielgefeierten Ausstellung „Exhibitions – l’invention du sauvage“. Im Fokus steht die Geschichte der sogenannten „Menschenzoos“, der Zurschaustellung und Inszenierung „exotischer Menschen“. In Nantes gab es eine solche Zurschaustellung mit dem „schwarzen Dorf“ 1904 und der Nationalausstellung 1924. Die Kuratoren, Lilian Thuram und die internationale Forschungsgruppe Achac, haben in Nantes Unterstützung vonseiten der Stadt Nantes,  dem Verein für soziale, kulturelle und Bildungsangelegenheiten in Nantes … (Mehr …)

Über die Geburt der Wanderausstellung „Die Erfindung des Wilden“ in Paris

Exhibitions, l’invention du sauvage

Die Ausstellung mit dem Titel Exhibitions, l’invention du sauvage („Schaustellungen, die Erfindung des Wilden“) im Musée du Quai Branly in Paris wurde vom 29. November 2011 bis 3. Juni 2012 von 266 774 Menschen besucht, darunter waren ca. 16 000 Kinder und Jugendliche, vielfach im Rahmen von Museumsführungen für Schulgruppen.

Aufgrund des großen Andrangs wurde das Thema vom 21. November bis zum 6. Januar 2013 im Pariser Musée des Enfants du Jardin d’Acclimatation in abgewandelter Form als Wanderausstellung fortgesetzt, an einem symbolträchtiger Ort also, denn die zoologischen Gärten sind sowohl historische Stätte als auch Spielplatz von Generationen von Kindern. Von 1877 bis 1937 fanden hier Kolonialausstellungen und Völkerschauen statt.

Die eineinhalb-monatige Wanderausstellung im Jardin d’Acclimatation bot dem Besucher eine möglichst objektive (Mehr …)

Wanderausstellung in Deutschland

Ausstellung Paris 3

MenschenZoos: Vom Unbekannten zum ethnischen Spektakel Während in Paris die Ausstellung „Acclimatation / Exhibitions : l’invention du sauvage“* stattfindet, ist das Phänomen der „MenschenZoos“, die Ausstellung von sogenannten „Wilden“ im 19. Und 20 Jahrhundert, in Deutschland noch relativ unbekannt. Verlegerin Yasmine Azzi-Kohlhepp, Gründerin des Verlagshauses Les Éditions du Crieur Public, schwebt eine Wanderausstellung zu diesem Thema in Deutschland vor. Die Ideen zur Ausstellung, die noch des Sponsorings bedarf, konkretisieren sich. In Deutschland nimmt die Ausstellung Gestalt an Die Ausstellung wird die Geschichte der sogenannten „Menschenzoos“ mit Fokus auf Deutschland und Österreich des 19. Und 20. Jahrhunderts  anhand von 20  Tafeln … (Mehr …)

„Lassen wir den Fußball doch mal beiseite“ Lilian Thuram im Gespräch mit der FAZ

FAZ

In einem einfühlsamen Interview hat die FAZ den ehemaligen Fußballnationalspieler Lilian Thuram zu seinem Engagement außerhalb des Fußballs befragt. Gleich zu Beginn des Interviews möchte die FAZ wissen, worum es in der von Thuram mitorganisierten Ausstellung „Exhibitions. L’invention du sauvage“ gehe. Die Ausstellung zeige, so Thuram, wie der Westen den Wilden erfunden habe. Sie zeige dies am Beispiel des Schicksals einzelner Menschen, die aus Afrika, Asien, Ozeanien oder Amerika kamen und im Westen auf Jahrmärkten, in Zoos und auf Welt- oder Kolonialausstellungen präsentiert wurden. Dieser Prozess habe im 16. Jahrhundert an den Königshöfen und begonnen und habe sich in Europa, … (Mehr …)

Besprechung der Pariser Ausstellung „Exhibitions. L’invention du sauvage“ in der TAZ

TAZ

Die Berliner Tageszeitung TAZ hat die Ausstellung “Exhibitions: l’invention du sauvage“, die derzeit im Pariser Musée du quai Branly zu sehen ist, am 4. Mai 2012 im Ressort „Kultur“ besprochen. Auf „eindrucksvolle Weise“, heißt es darin, stelle de Ausstellung die Beziehungsgeflechte rund um das Thema Menschenzoos dar. Die Ausstellung sei „eine begehbare Studie [...] über die Herausbildung westlicher Klischees gegenüber dem Fremden“. So sei beispielsweise die Videoinstallation des französischen Künstlers Vincent Elka positiv ins Auge gefallen: auf zwei großen Bildschirmen stellen Schwarze und Asiaten, Rollstuhlfahrer und Blinde, Moslems, Obdachlose, Schwule und Lesben dem Besucher am Ende der Ausstellung die Frage … (Mehr …)

ARTE in Begleitung von Kuratorin Nanette Jacomijn Snoep

ARTE

Anlässlich der Ausstellung “Exhibitions. L’invention du sauvage” im Musée du quai Branly in Paris, wird bei ARTE in der Sendung “Le Dessous des Cartes” nach der Repräsentation von Andersartigkeit und Differenz gefragt. “Eine Reise in Raum und Zeit”, begleitet von der Kuratorin des Museums Nanette Jacomijn Snoep… Den Programmhinweis finden Sie hier http://ddc.arte.tv/emission/exhibitions-ou-l-invention-du-sauvage

ARD strahlt ARTE-Beitrag zur Ausstellung in Paris aus

ARD

In der Nacht vom 3. auf den 4. April (4:30 bis 4:40 Uhr) strahlt ARD den 10-minütigen ARTE-Beitrag „Mit offenen Karten“ in der Regie von Frédéric Lernoud über die Ausstellung „Exhibitions. L’invention du sauvage“ aus. Die Sendung fragt nach der Repräsentation des Anderen und folgt der Kuratorin des Pariser Musée du quai Branly Jacomijn Snoep durch die Ausstellung. Zum vollständigen Programmhinweis finden Sie hier http://programm.ard.de/TV/Programm/Sender/?sendung=287247609605746

DER SPIEGEL über die Pariser Ausstellung “Exhibitions. L’invention du sauvage”

Der Spiegel

Den Bekanntheitsgrad Lilian Thurams, Fußballer des französischen WM-Teams 1998, nutzt Stefan Simons in seinem am 24. Februar 2012 auf Spiegel-Online erschienenen Artikel als Aufhänger aus. „Einst schoss er brillante Flanken, heutzutage trägt er ebenso brillant Angriffe gegen Intoleranz vor“, beginnt er seinen Artikel und verweist im Anschluss auf die zahlreichenden Verdienste des Ex-Fußballers und Kurators der Pariser Ausstellung „Exhibitions. L’invention du sauvage“. Thuram sei mit neun Jahren nach Frankreich gekommen und sei aufgrund seiner Hautfarbe in der Volksschule als „schwarzes Rindvieh“ verhöhnt worden. So habe seine eigene Biografie den Anstoß zu seinem Kampf gegen den Rassismus gegeben, schreibt Simons. Nach … (Mehr …)

The Australian über die Ausstellung „Exhibitions. L’invention du sauvage“

The Australian newspaper

Schnell sei sie zu der meistbesprochenen und kontroversesten Ausstellung des Jahres avanciert: „Exhibitions. L’invention du sauvage“, noch bis zum 3. Juni zu sehen im Musée du quai Branly. Ausgerichtet im Herzen Frankreichs, zeige sie das Bemühen der ehemaligen Kolonialmacht, ihr koloniales Erbe durch eine offene Debatte über Immigration und die Sicht auf „den Fremden“ zu verarbeiten, schreibt Ilmar Leetberg. Der Außergewöhnliche, der Wilde und das Monster seien immer schon Subjekt intensiver Neugier gewesen. Historisch gesehen habe „der Fremde“ die Gesellschaft immer schon unterhalten und ihr dabei gedient, sich selbst zu definieren. Leetberg beschreibt seinen Lesern im Folgenden vor allem das … (Mehr …)

Besprechung der Pariser Ausstellung auf BBC

BBC News

Die Ausstellung „Exhibitions. L’invention du sauvage“, die noch bis Anfang Juni 2012 im Pariser Musée du quai Branly zu sehen ist, wurde am 27. Dezember 2011 auf bbc.co.uk von Hugh Schofield besprochen. Der Autor nennt die Zielsetzung der Ausstellung zu Beginn seines Artikels, nämlich „ to teach how Western societies created a sense of “the other” in regard to foreign peoples, thus legitimising their eventual domination“ („zu erklären, wie die westlichen Nationen eine Vorstellung des „anderen“ in Bezug auf ausländische Völker erschafften und dadurch ihre Vormachtstellung legitimierten“), drückt aber nur implizit aus, ob und wie dies den Ausstellern auch gelungen … (Mehr …)

Besprechung der Ausstellung „Exhibitions. L’invention du sauvage“ in Le Parisien

Le Parisien

Die große französische Boulevardzeitung Le Parisien kündigt die Eröffnung der derzeit im Pariser Musée du quai Branly zu sehenden Ausstellung „Exhibitions. L’invention du sauvage“ an. „Kinder“, beginnt der Rezensent seinen Artikel, „unsere Großeltern, ja sogar unsere Eltern, gingen zur Foire du Trône oder in den jardin d’Acclimatation. Aber nicht, um eine Runde auf der Achterbahn zu drehen, sondern, um vor der „Krokodilfrau“ zu erschauern.“ Schwarze oder andere „Einheimische“ seien aus den Kolonien nach Europa gebracht worden, um in Zirken und Baracken als Monster ausgestellt zu werden. So sei beispielsweise auch der Urgroßvater des Fußballers Christian Karembu ein solches Opfer der … (Mehr …)

Königliches Museum für Zentralafrika informiert über Pariser Ausstellung

RMCA

Das Royal Museum for Central Africa in Tervuren informiert in einem kurzen Text auf seiner Webseite über die Ausstellung “Exhibitions. L’invention du sauvage”. Die Abteilung für Kolonialgeschichte des Museums war an der Erstellung des Ausstellungskatalogs beteiligt. Die Ausstellung ist noch bis zum 3. Juni 2012 im Musée du quai Branly zu sehen. Sie beleuchtet die vergessene Geschichte der Menschenzoos- von Frauen, Männern und Kindern, die von Afrika, Asien, Ozeanien und Amerika in den Westen gebracht wurden, um in Zirkusstücken, im Theater oder Kabarett, auf Jahrmärkten, in Paraden, Zoos, Dorfnachbauten oder auf internationalen – oder kolonialen Weltausstellungen ausgestellt zu werden. Diese Unternehmungen … (Mehr …)

„Exhibitions. L’invention du sauvage“: laut „The Guardian“ die meistdiskutierte Ausstellung des Winters

The Guardian

Angelique Chrisafis nennt die am Dienstag eröffnete Ausstellung „Exhibitions. L’invention du sauvage“ im Pariser Musée du quai Branly „Paris’s most talked about exhibition of the winter“ („die meistdiskutierte Pariser Ausstellung dieses Winters“). In ihrer Besprechung vom 29. November 2011 gibt sie vor allem die in der Ausstellung illustrierten Einzelschicksäle von prominenten Völkerschau-Opfern wie der sogenannten „Hottentotten-Venus“ wieder. Die „Hottentotten-Venus“ mit bürgerlichem Namen Sarah Baartmann war eine junge Einheimische aus der Kapkolonie, der heutigen Provinz Südafrikas, des Volkes Khoisan. Sie wurde auch die „Venus Hottentotten“ genannt. Als Sklavin wurde sie 1810 mit ihren Brüdern und Schwestern von ihrem „Meister“ Caezar nach Europa … (Mehr …)