Opfer einer Vergewaltigung….und selbst Schuld ??!

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  “Selfie Klip“ Laut dieses von der ungarischen Polizei produzierten Kurzfilms mit dem Titel „Selfie Klip“ tragen Frauen Schuld an ihrer Vergewaltigung. Die ungarische Polizei wird das Video auch an ungarischen Schulen zeigen. Das Video zeigt drei junge Frauen, die sich für einen Discoabend in aufreizende Kleidung hüllen, sich schminken und einen „Selfie“ von sich schießen. Bevor die Frauen die Wohnung verlassen, um sich auf den Weg zur Disko zu machen, erblickt eine der Frauen eine offenbar misshandelte Frau und wendet sich ab. Nach einigem Alkoholkonsum und engem Tanz mit Männern in der Disko findet sich eine der Frauen in der … (Mehr …)

Klug, klüger….am klügsten ? Ein feministisches Streitstück

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Die Feministinnen Alice Schwarzer, Simone de Beauvoir, Judith Butler, Luce Irigaray, Laurie Penny, Valerie Solanas, Elisabeth Badinter, Vandana Shiva und Deirdre McCloskey und Gastgeber Arthur Schopenhauer haben das Abendessen beendet und sitzen gemeinsam an einem Tisch. Gleich soll es Dessert geben, aber dann löst die Frage, wer das Geschirr abwäscht, einen Streit aus. Die Figuren Elisabeth Badinter, 1944 in Boulogne-Billancourt geboren, hat sie sich als Professorin und Philosophin vor allem durch den Bestseller “Mutterliebe – zur Geschichte eines Gefühls” einen Namen gemacht. Darin untersucht sie das Muttergefühl im Wandel der Zeit und erläutert, das Muttergefühl sei eine seit der Aufklärung verbreitete Erfindung, die dazu diene, … (Mehr …)

Ist das Kopftuch… ein Zeichen der Rückschrittlichkeit?

Alice Schwarzer

„Wenn ich Frauen mit Kopftuch sehe, werde ich wütend“ bekannte kürzlich ein Freund von mir, „wieso lassen die sowas mit sich machen?“ Darauf entbrannte eine hitzige Diskussion in der Runde – wir waren zu dritt – in der jeder einmal sein Repertoire an Emotionen, intellektuellen Standpunkten und historischem Halbwissen zum Thema „Kopftuch und Feminismus“ ans Tageslicht zu befördern versuchte. Kürzlich gelesene Artikel zum Vormarsch der IS, Fernsehdokumentationen über die Rekrutierung deutscher Dschihadisten, feministische Zitate sowie im Studium angeeignete Argumente des Poststrukturalismus wurden mit Elan in die Runde geworfen. Während der eine forderte, die Kopftücher sollten verboten werden, um ein Zeichen … (Mehr …)

  1. henssenc schrieb am 10. November 2014:
    Vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich weiß Ihre Meinungen zu schätzen, da ich weiß, dass Sie viel zu diesem Thema …

Radikal feministische…Muslimin?

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Ein hörens- und lesenswerter Beitrag von Deutschlandradio Kultur zum Thema “Islam und Feminismus”, auch vor dem Hintergrund der bei Maischberger in der ARD geführten Debatte”Schleier und Scharia“.    

War August Bebel… eine Frau?

August Bebel Thema

August Bebel war keine Frau, aber dennoch Feminist. Er war der erste Mann in Deutschland, der die Frauenunterdrückung öffentlich beschrieb und seine Wurzeln aufzudecken versuchte. Er war Begründer und Führer der SPD und seit der Gründung des Deutschen Kaiserreiches 1871 bis 1913 einer der einflussreichsten Abgeordneten im Reichstag. Innerhalb der Arbeiterbewegung gab es eine starke Fraktion, die den Sozialismus als pure Männerangelegenheit sah. Dem entgegen setzte sich Bebel für die private Stärkung der Frau und ihre Einbindung in das politische Leben ein. Ende des 19. Jahrhunderts nämlich war die Frau in Deutschland sozial, politisch und rechtlich diskriminiert: In wesentlichen familiären Angelegenheiten … (Mehr …)

“Der Spiegel” berichtet über Menschenzoos

Spiegel Artikel

Am 12. Dezember 2012 berichtete Katja Iken für den Spiegel über das Schicksal des kongolesischen Pygmäen Ota Benga. Ota Benga sei „ein Mann, dessen trauriges Schicksal exemplarisch für den um die Wende zum 20. Jahrhundert grassierenden wissenschaftlichen Rassismus, für Ausbeutung, Menschenverachtung und Habgier“ stehe. Ota Benga wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von einem amerikanischen Missionar zusammen mit anderen Afrikanern nach St. Louis verschleppt, um in einem Menschenzoo ausgestellt zu werden. In einem von den belgischen  Okkupationstruppen König Leopolds II. verursachten Massaker waren seine Frau und seine zwei Kinder ermordet worden, Benga anschließend versklavt. Der Ding-Charakter, dem man dem Afrikaner zuschrieb, … (Mehr …)

Wer war eigentlich…. Olympe de Gouges ?

Olympe de Gauges

Mindestens genauso cool wie Emma Watson – die Schauspielerin in allen Ehren – ist Olympe de Gouges. Die in ihrer Bedeutung verkannte Frauenrechtlerin der ersten Stunde wurde 1748 im französischen Montabaun geboren. Zu ihrer Zeit war der Analphabetismus, besonders unter den Frauen, sehr groß. Ihr Wissen erwarb sie im Selbststudium. Als die französische Nationalversammlung 1791, also 4 Jahre nach der Französischen Revolution, die erste republikanische Verfassung Frankreichs verabschiedet hatte, der die allgemeine Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789 als Grundrechte vorangestellt waren, veröffentlichte de Gouges ihre „Déclaration des droits de la femme et de la citoyenne“ („Erklärung der Rechte der Frau … (Mehr …)

Was heißt eigentlich… Feminismus ?

Hubertine Auclert

Der Begriff „Feminismus“ wurde erst in den 1880er Jahren von französischen Frauenrechtlerinnen aufgebracht. Die französische Suffragette Hubertine Auclert (1848-1914) führte den Begriff „Feminismus“ in der von ihr herausgegebenen Zeitschrift La Citoyenne (Die Staatsbürgerin) als politische Leitidee gegen den “Maskulinismus” der Dritten Republik in Frankreich ein. Der Begriff war titelgebend für einen Kongress 1892. 1896 berichtete die französische Delegation auf dem Internationalen Frauenkongress in Berlin vor einem großen Publikum, wie die französische Presse dieses Wort aufgegriffen hatte. Ab da breitete sich der Begriff in den westlichen Frauenbewegungen aus und wurde synonym für “Frauenbewegung” genutzt. Im Deutschen haftet dem Begriff etwas Negatives an, da … (Mehr …)

  1. Anton schrieb am 2. Oktober 2014:
    Super!! Besonders die Bilder sind toll ausgesucht!

Einladung

Wochen des Feminismus

Wir laden ein zu den WOCHEN DES FEMINISMUS vom 3. Oktober bis 19. Dezember. Wöchentlich werden wir hier bedeutende Feministinnen und ihre Gedanken vorstellen, von Olympe de Gouges, über Simone de Beauvoir und Luce Irigaray zu Laurie Penny.      

“Der Rassist in uns”- ein sehenswerter Beitrag von ZDF-Neo (75 Min.)

http://blog.zdf.de/der-rassist-in-uns/author/zdf-neo/

Wieviel Multikulti steckt in Deutschland?

Wieviel Multikulti steckt in Deutschland?

„Komm’, lass uns schnell noch einen Döner beim Türken an der Ecke holen!“ hört man hierzulande oft oder „Wir waren beim Italiener, als Dessert gab’s Tiramisu.“ oder „Griechischer Wein ist so wie das Blut der Erde. Komm’, schenk dir ein….“ Laut einer Studie vom Institut für Demoskopie in Allensbach essen 51% der Deutschen am allerliebsten ausländische Küche. Auf Platz Eins steht Italienisch, gefolgt von Chinesisch und Griechisch. Schaut man sich in Einkaufspassagen der deutschen Innenstädte um, findet man diese Statistik auch bestätigt: es wimmelt von Asia Snackbuden, Pizzaständen und Thairestaurants. Und was ist mit all den Nagelstudios, die man dazwischen … (Mehr …)

Die Lust des Kaiserreichs an der Exotik – Als Menschen aus fernen Ländern wie Zootiere vorgeführt wurden

P.M. Magazin Juli 07, 2014 (verschoben)

Die Zeitschrift P.M. berichtete im Juli über Völkerschauen. Der Crieur Public fasst die wichtigsten Punkte zusammen. Autorin Christine Schulz gibt zunächst die Schicksäle der fünf Seenomaden vom Volk der Kawesqar aus Chile wieder, die in den europäischen Großstädten auf Völkerschauen „vorgeführt und begafft“ worden seien. Die Nomaden mit überlieferten Namen Henry, Lise, Grethe, Piskounas und Capitán seien sieben Monate zu dieser Tätigkeit gezwungen und auf Plakaten als „die Wilden von den Feuerlandinseln“ beworben worden. Im Frühjahr 1882 seien alle fünf kurz nacheinander an Lungenentzündung oder Masern gestorben. Die Darsteller unterschrieben Verträge Der Zwang sei allerdings eher die Ausnahme gewesen, zumindest, wenn … (Mehr …)

Schwarze in den Konzentrationslagern: Eine vergessene Geschichte

Journalist und Essayist Serge Bilé schreibt über die Problematiken der schwarzen community. Er schrieb das Buch mit dem Titeln „Machen Sie mir diese Neger weiß“, in dem er die Anwendung kosmetischer Weißmacherprodukte problematisiert, und „Was, wenn Gott die Schwarzen nicht liebt?“, eine Recherche über Rassismus im Vatikan, wobei in Afrika geborene Kirchenleute, Priester und Schwestern zu Wort kommen. Valentine Lescot von africanhistory.com hat ihn interviewt. In diesem Interview spricht Bilé über den Inhalt seines Buches und seines vorangegangen Dokumentarfilms. Er widmet sich in beiden der wenig beachteten Geschichte der Schwarzen, die Opfer der nationalsozialistischen Politik wurden. Diese Geschichte sei in … (Mehr …)

Menschenzoo 2005? Der Augsburger Zoo lud zu einem „African Village“ ein und entfachte einen Skandal

"African Village" im Zoo Augsburg

Es ist, als hätte es Edward Saids „Orientalismus“ nie gegeben, das Standardwerk der postkolonialen Studien, in dem der Literaturkritiker nachzeichnet, wie der Westen „den Orient“ als fremden, fernen, als den „ganz anderen“ Ort stilisierte. Dies geschah in der Kunst, durch die Malerei, durch Erzählungen, Fotografien, bis das Wort „Orient“ einen ganz eindeutigen Beiklang erhielt, nämlich den des „Exotischen“. Said weist darauf hin, dass dieses „Exotische“ allerdings eine Fiktion des Westens ist, eine Falsch- und vor allem eine Fremdrepräsentation, die die westliche Orientalistik hervorbrachte. Es geht ihm also u.a. darum, dass sich der Westen anmaßte, ganze Länder unter dem Begriff „Orient“ … (Mehr …)

Zum Israel-Konflikt: Friedensaktivist Miko Peled fordert eine Einstaatenlösung

Israel-Palästina

Der israelische Friedensaktivist Miko Peled, Sohn eines israelischen Generals und Enkelkind eines prominenten Vertreters der zionistischen Bewegung, äußert sich in diesem Vortrag zu seinem autobiografischen Buch “The General’s Son: Journey of an Israeli in Palestine” und damit zum Israelisch-Palästinensischen Konflikt. Gleich zu Beginn des Vortrags nimmt er Stellung gegen die israelische Rüstungspolitik, vergleicht sie mit dem Apartheid-System in Südafrika und reiht sie allgemein in die Geschichte des Kolonialismus ein. Keine ausgewogene Betrachtungsweise der historisch komplexen Situation – den möglichen Vorwurf des Antisemitismus weist er sehr einfach als “nonsense” zurück –  aber ein interessantes und packendes Plädoyer für eine Einstaatenlösung, in der Israelis und Palästinenser in … (Mehr …)

ARTE: Die Entstehung des Rassismus

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Die ARTE-Sendung “Mit offenen Karten” erklärt wöchentlich fast ausschließlich anhand von geographischen Karten wichtige Sachverhalte. Hier eine 14-minütige Sendung mit dem Titel “Die Entstehung des Rassismus”. Die Sendung ist sehr anschaulich erklärt und richtet sich an alle diejenigen, die sich mit diesem Thema vertraut machen möchten:

Ist es zumindest gestattet, sich eine Lösung auszumalen? Esther Benbassa, „Jude sein nach Gaza“

"Jude sein nach Gaza" von Esther Benbassa

Am frühen Donnerstagabend haben 100 Menschen in Hamburg für Frieden in Israel demonstriert. Vom Gehart-Hauptmann-Platz aus, nahe des Crieur Public, waren sie in der gesamten Altstadt zu hören. Unter dem Motto „Internationaler Tag der Solidarität mit Israel“ forderten sie das Ende des Beschusses Israels mit Raketen aus dem Gazastreifen. Insgesamt ist auf beiden Seiten durch die Gefechte ein Verlust von 230 Menschenleben zu verzeichnen. In der ganzen Welt melden sich Stimmen zu diesem neu entflammten Dauerkonflikt zu Wort, darunter auch die kritischer jüdischer Bürger in und außerhalb Israels. Der in Israel lebende Schriftsteller David Grossmann beispielsweise wirft der Regierung Netanjahu in … (Mehr …)

Projekt für ein Denkmal

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Das „Monument zur Erinnerung an die deportierten und in Auschwitz und anderen Orten ermordeten jüdischenen Kinder“ des jüdisch-französischen Künstlers Michel Lévy entstand vor einigen Jahren im Rahmen einer Ausschreibung der Stadt Paris. Später wurde die Ausschreibung seitens der Stadt leider zurückgezogen, zu diesem Zeitpunkt hatte Michel Levy seinen Entwurf bereits gefertigt. Seine Arbeit zur Erinnerung an die ermordeten jüdischen Kinder auf anderem Wege zu realisieren, ist ihm ein großes Anliegen – ein Anliegen, das Les Éditions du Crieur Public nun teilt. Der Verlag engagiert sich ehrenamtlich für die Realisierung dieses wichtigen Denkmals und stößt dabei auf tatkräftige Unterstützung vonseiten Bürgerinnen … (Mehr …)

Eine wahre Fundgrube: Die “Collection Radauer”

Exponat der Sammlung Radauer: Singhalesen 1889, Werbekarte Jardin d'Acclimatation Paris

Seit wenigen Monaten ist das weltweit erste Onlinebildarchiv zum Thema Völkerschauen online: http://www.humanzoos.net. Grundlage dafür ist die private Sammlung von Clemens Radauer, einem in Wien ansässigen diplomierten Kultur- und Sozialanthropologen. Das Archiv ermöglicht einen Einblick in eine Zeit, in der es üblich war, Menschen aus „exotischen“ Teilen der Welt nach Europa und die USA zu bringen, um sie dort zur Schau zu stellen. Völkerschauen erfreuten sich einer großen Beliebtheit und waren maßgeblich an der Etablierung von Stereotypen und Klischees bezüglich außereuropäischer Kulturen beteiligt. Clemens Radauer begann sich im Zuge seiner Diplomarbeit mit dem Thema Völkerschauen zu beschäftigen. Um seine Abschlussarbeit … (Mehr …)

Friede, Freude…Rassismus

kick racism out of football

Die Euphorie bei der WM ist groß, aber der Rassismus längst nicht eingedämmt. Fairness und Fußball gehen nicht nur auf dem Spielfeld oft nicht Hand in Hand. Wer kennt sie mittlerweile nicht? Die zahlreichen Fotos, Videos und twitter-Botschaften, die sich gegen den Rassismus im Fußball positionieren. „Say no to racism“ wittert FIFA-Präsident Sepp Blatter im Viertelfinale. „Say no to racism“ steht auch auf den Bannern der diesjährigen Fußball Weltmeisterschaft, die die National-Mannschaften auf dem Rasen im Fußballstadion für alle sichtbar zwischen sich aufspannen. Fast macht es den Eindruck, als seien sich alle einig.   Auf ihrer offiziellen Webseite lässt die … (Mehr …)

Wanderausstellung in Angers

Plakat der Wanderausstellung in Angers

Das Naturkundemuseum in der französischen Stadt Angers, die südwestlich von Paris liegt, zeigt von 12. Juli bis 28. Dezember die Ausstellung „MenschenZoos – die Erfindung des Wilden“. Die Wanderausstellung basiert konzeptionell auf der 2011 im Musée du quai Branly gezeigten, vielgefeierten Ausstellung „Exhibitions – l’invention du sauvage“. Im Fokus steht die Geschichte der sogenannten „Menschenzoos“, der Zurschaustellung und Inszenierung „exotischer Menschen“, welche oftmals hinter Zäunen und neben (wilden) Tieren,  zur Belustigung der Massen ausgestellt wurden und vielfach zugleich „wissenschaftlich“ auf der Grundlage von Rassetheorien erforscht wurden. Die Menschenzoos trugen zur Stigmatisierung fremder Kulturen und zur Legitimation des Kolonialismus bei. Bewohner … (Mehr …)

Programm & Status der Ausstellung MenschenZoos – Die Erfindung des Wilden

Präsident Frankreichs Francois Hollande, Verlegerin der Éditions du Crieur Public Yasmine Azzi-Kohlhepp und Kurator, Stiftungsgründer und ehemaliger französischer Fußballnationalspieler Lilian Thuram

MenschenZoos – Die Erfindung des Wilden beleuchtet die Geschichte von Frauen, Männern und Kindern, die von Afrika, Asien, Ozeanien und Amerika in den Westen gebracht wurden, um in Zirkusstücken, im Theater oder Kabarett, auf Jahrmärkten, in Paraden, Zoos, Dorfnachbauten oder auf internationalen – oder kolonialen Weltausstellungen ausgestellt zu werden. Diese Unternehmungen begannen im 16. Jahrhundert auf den königlichen Höfen und nahmen bis Mitte des 20 Jahrhunderts in Europa, Amerika und Japan zu. Ein reicher Fundus an Bildern, Skulpturen, Postern, Postkarten, Filmen, Fotographien, Miniaturen, Zierrat, Modellschaukästen und Kostümen liefern Einsicht in das Ausmaß der erfolgreichen Unterhaltungsindustrie der MenschenZoos, die über eine … (Mehr …)

Sponsoren der Wanderausstellung MenschenZoos

Die Realisierung der Wanderausstellung MenschenZoos wird von den folgenden Sponsoren unterstützt, denen wir auch an dieser Stelle danken möchten. Durch deren Unterstützung ist es möglich geworden, die Ausstellung aktuell in deutscher Sprache produzieren zu lassen: Wir sind noch auf der Suche nach weiteren Partnern für die einzelnen Veranstaltungsorte.

Josephine Baker : ein engagierter Star im Dienste der Freiheit Frankreichs

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“Bei “Afrika” denken die Menschen immer an nackte und sich bewegende Körper” Gilles Boëtsch. 1925 wird sie in der Revue Nègre im théâtre des Champs-Élysées entdeckt – zum ersten Mal tritt sie in ihrem aus goldenen Bananen bestehenden Lendenschurz auf, in dem sie einen leidenschaftlichen Charleston hinlegt. Am nächsten Tag wird sie in der Kritik als « Königin des wilden Tanzes » gefeiert und gilt ab sofort als Topstar des Varieteetheaters der Zwischenkriegszeit. Aber was wissen wir eigentlich von dieser Amerikanerin, dem ersten schwarzen Star der Szene, abgesehen von diesem fulminanten Erfolg als Tänzerin ? Die Dokumentation Frères d’armes eröffnet uns neue Facetten … (Mehr …)

Frères d’armes – Waffenbrüder

Josephine Baker

Regisseur Rachid Bouchareb hat eine Reihe von Dokumentarfilmen, Frères d’armes, in Zusammenarbeit mit dem Historiker Pascal Blanchard (Autor des Crieur Public) gedreht. Diese Serie von 50 zweiminütigen Kurzporträts  ist eine Hommage an die symbolträchtige Laufbahn der großen Figuren der Diversität, der Kämpfer der alten Kolonien, der Protektorate und der alliierten Gebiete, aber auch der französichen Regionen, zum Zwecke der Verteidigung der Freiheitsideale und der Werte der Republik. Der französische Fernsehsender France 3 wird diese Porträtserie anlässlich des 100jährigen Gedenktages des Ersten Weltkrieges sowie des 70jährigen Gedenktages der Befreiung von Paris ausstrahlen, und zwar ab dem 30. Mai, jeden Freitag um … (Mehr …)

Hamburg – Der Beginn von Hagenbecks Völkerschauen

Recto Samojeden

m 19. Jahrhundert war Hamburg ein Ort, an dem ein reger Handel mit allen möglichen Importen fremder Ländern stattfand. In St. Pauli entwickelte sich ein Kleinhandel mit Kuriositäten sowie ein Amüsierviertel mit Theatern, Panoptiken, Buden, Menagerien, Jahrmärkten, Panoramen und Varietés.

Hier ließ auch der Fischhändler John Hagenbeck im Jahr 1848 erstmals einige Robben gegen Geld sehen. Er erweiterte dieses Unternehmen nach und nach zu einer Menagerie mit Tierhandel. Sein Sohn Carl Hagenbeck (1844-1913) trat mit 15 Jahren in die väterliche Firma ein und erschloss dieser mit der Idee der Völkerschau in Deutschland erst eine und im Laufe der Zeit die zusätzliche Einnahmequelle, die ein bedeutendes Vermögen generierte. Hagenbecks erste Völkerschau fand (Mehr …)

„Ich denke noch immer, dass ich ‚auf den Barrikaden’ bin und immer sein werde“

Titelseite an.schläge

Feministin und Autorin des Crieur Public Luce Irigaray im Gespräch mit Katharina Karcher für das feministische Magazin an.schläge: eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte durch Les Éditions du Crieur Public  1974 kostete sie die feministische Streitschrift „Speculum. Spiegel des anderen Geschlechts“ Ihren Lehrauftrag an der Universität in Paris. Im akademischen Establishment stieß sie damals auf taube Ohren, aber auch in feministischen Kreisen gilt sie heutzutage als umstritten. Auf die Frage, wo sie die Brennpunkte von heute sähe, verweist Irigaray auf ihre Erfahrung, dass „die heftigsten Konflikte oft zwischen Gleichen“ stattfänden und sie gerade oft bei Frauen Schwierigkeiten habe, ihrer Philosophie Gehör … (Mehr …)

„Eine phantastische Leistung!“ – Buchbesprechung von „MenschenZoos“ in Zeitschrift für Genozidforschung

Cover Zeitschrift f. Genozidforschung

In der jährlich publizierten Zeitschrift für Genozidforschung der Ruhr Universität Bochum ist unser Buch „MenschenZoos“ positiv besprochen worden. Der Autor Ulrich van der Heyden liefert einen Überblick der Beiträge und lobt letztere als „ausnahmslos [...] lesenswert“, nennt sie eine „einmalige[...] Sammlung von einschlägigen Forschungsergebnissen“. Alleinstellungsmerkmal erhalte das Buch dadurch, dass hier Forscher verschiedener Länder die Geschichte der Völkerschauen als europäisches Problem erfassten und eine Brücke zur nordamerikanischen und japanischen Geschichte schlügen. Damit liefere es einen gelungenen Überblick der verwobenen Prozesse. „Eine phantastische Leistung!“, urteilt van der Heyden. „In diesem Umfang und vor allem in dieser Themenbreite gibt es nichts Vergleichbares … (Mehr …)

Bananen werden geschmissen, Affenschreie nachgeäfft – der Rassismus kehrt in die Stadien zurück

banane

Affenschreie, geschmissene Bananen, Beleidigungen und das Bespucken farbiger Fußballspieler sind zur Tagesordnung geworden. Das Phänomen ist mittlerweile sogar banalisiert. Daniel Aves, Spieler des FC Barcelona, hat allerdings große internationale Unterstützung erfahren, als er humorvoll auf einen solchen Bananenschmiss reagierte: er aß die Banane ganz einfach auf. Letzten Sonntag hat ein neues rassistisches Vorkommnis die spanische Fußballliga geprägt. Der Senegalese Pape Diop wurde mit Affenschreien vonseiten der Atlético Madrid Fans ausgebuht. Er hat mit einer kleinen Tanzeinlage sehr entspannt darauf reagiert. Bevor die Banane zu einem anti-rassistischen Symbol gemacht wurde, symbolisierte sie jahrzehntelang den Rassismus. Wie ist das zu erklären? Antworten … (Mehr …)

“Eine dunkle Vergangenheit, die nicht vergeht” von Peer Zickgraf

Peer Zickgraf, Gründungsredakteur des Projekts einseitig.info und Geschäftsführer des gemeinnützigen Vereins “Netzwerk freier Kulturjournalisten” im Gespräch mit Yasmine Azzi-Kohlhepp, Journalistin und Verlegerin von Les Éditions du Crieur Public, und Sandrine Lemaire, Mitautorin von „MenschenZoos“. Am 25. April 2013 hält Peer Zickgraf an der Uni Marburg einen Vortrag zum Thema „Menschenzoo. Völkerschau und Totentanz. Deutsches Körperweltentheater von 1905 bis heute“. Passend dazu führte er ein Interview über das deutsch-französische Projekt „MenschenZoos“ mit Verlegerin Yasmine Azzi-Kohlhepp und Autorin Sandrine Lemaire. Einseitig.info: Was erhoffen Sie sich von der Publikation „MenschenZoos. Schaufenster der Unmenschlichkeit“? Yasmine Azzi-Kohlhepp: Das Thema ist für uns sehr interessant: Es … (Mehr …)

Berliner Zoo stellte Feuerländer aus

Feuerländer

Die Zeichnung aus dem Jahr 1882 zeigt die Schaulust des Publikums beim Betrachten der im Zoo Berlin ausgestellten Feuerländer. Die Bewohner der südamerikanischen Inselgruppe sind offenbar dazu animiert worden, Feuer zu machen, Bogen zu schießen und ihren „natürlichen“ Alltag für das Publikum in Szene zu setzen. Quelle: E. Hosang: Die Feuerländer im zoologischen Garten zu Berlin (Zeichnung). In: Hermann Schönlein (Hg.): Das Buch für Alle, Stuttgart 1882, S.?.

„Die Australneger in Berlin“: Ein Beispiel für die Erfindung des Wilden

Artikel

„Das Buch für Alle“ war eine illustrierte Monats-Zeitschrift „zur Unterhaltung und Belehrung für die Familie und Jedermann“, die 1866 vom Verleger Hermann Schönlein in Stuttgart ins Leben gerufen wurde. Ab 1889 brachten die Gebrüder Kröner die Zeitschrift unter dem Namen „Schönleins Nachfolger“ heraus. 1890 ging die Zeitschrift in der Union Deutscher Verlagsgesellschaft unter der Leitung Adolf von Kröners auf, wo später u.a. Jugenderzählungen Karl Mays sowie Else Urys „Nesthäkchen“ erschienen. Der folgende bebilderte Artikel der Ausgabe des Jahres 1885 spiegelt den Rassismus wider, der in Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts grassierte. Die hier erwähnten Aborigines dienen zunächst den Studienzwecken der … (Mehr …)

Luce Irigaray in Rom

Michelangelos Pietà

Einer Einladung des Vatikans folgend hat Luce Irigaray im Rahmen von Kolloquien und Seminaren „die Präsenz des Mysterium Marias“ angesprochen. Veranstaltet wurden die Sitzungen von der Stadt Rom mit der Förderung der Bibliothek Rom und des Institut Français de l’Italie. Die zurückhaltende Präsenz der Maria in biblischen Texten kontrastiert mit ihrer Omnipräsenz in der Kunst und der Inbrunst, die die christliche Gemeinde nicht müde wird ihr entgegen zu bringen. Luce Irigaray, Philosophin, Psychoanalytikerin und Linguistin, beschäftigt sich oftmals mit der Figur der Maria, speziell im Kontext Mariä Verkündigung. Sie hat sich diesem Mysterium zu nähern gewagt, indem sie ihm ein … (Mehr …)

Bertini-Preis für MenschenZoo-Beitrag

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Die 20-jährige Abiturientin Jessica Köster ist dieses Jahr mit dem Bertini-Preis ausgezeichnet worden. Der Name des Preises geht auf den größtenteils autobiographischen Roman „Die Bertinis“ des Hamburger Schriftstellers Ralph Giordano zurück, in welchem er die Geschichte seiner assimilierten jüdischen Familie nachzeichnet, die sich im Zuge der Nürnberger Gesetze einer Welle von Diskriminierungen und dem Stigma des „Jüdischseins“ ausgesetzt sah. Der Preis wird jährlich an junge Hamburger im Alter von 14 bis 21 Jahren für „couragiertes Eintreten gegen Unrecht, Ausgrenzung und Gewalt von Menschen gegen Menschen in dieser Stadt“ vergeben. Gegenüber ihren Mittstreitern tat sich Jessica Köster mit einem fiktiven Tagebuch … (Mehr …)

Wanderausstellung in Rouen

Filmplakat "Vénus Noire"

Das Muséum in der nordfranzösischen Stadt Rouen zeigt von 4. April bis 9. November* die Ausstellung „MenschenZoos – die Erfindung des Wilden“. Die Wanderausstellung basiert auf der 2011 im Musée du quai Branly gezeigten, vielgefeierten Ausstellung „Exhibitions – l’invention du sauvage“. Im Fokus steht die Geschichte der Völkerschauen bzw. der sogenannten „Menschenzoos“. Eine solche Zurschaustellung gab es in Rouen in den Jahren 1889, 1896 und 1903 mit den „afrikanischen Dörfern“. Die regulären Tafeln der Wanderausstellung sind um die Geschichte dieser ergänzt. Die Ausstellung richtet sich an Jung wie Alt: den Besucher erwartet beispielsweise die Vorführungen einschlägiger Filme (4. April „Zoos … (Mehr …)