Stuttgarter Zeitung: Philosoph Abdennour Bidar zu Gast in Stuttgart-Feuerbach

Schüler der Louis-Leitz-Schule in Feuerbach diskutierten mit dem französischen Philosophen und Autor Abdennour Bidar über Religion – in seiner Muttersprache.

Bildschirmfoto 2017-06-04 um 16.01.05 Dass die Schüler mit dem Thema „Laizismus“ im Laufe des Schuljahres ein dickes Brett gebohrt hatten, wurde schon kurz vor dem Eintreffen von Abdennour Bidar deutlich. Selbst Abiturientinnen, die eben schriftliches „Französisch-Abitur“ gemacht haben, tun sich schwer, die Sache auf den Punkt zu bringen, wobei sich Ivona dann doch traut: „Es geht um die Trennung von Religion und Staat, aber wohl auch darum, einen Ausgleich zu schaffen.“ Worauf Sophie anmerkt: „In Frankreich ist die Trennung klar, bei uns wird man in der Schule eher in Religion reingezwungen, weil man erst auf dem Gymnasium Ethik wählen kann.“

Bidar, der im Vorfeld seiner Lesung beim hiesigen Institut français gekommen war, hätten alle drei Aspekte dieses Kurzdialoges gefallen. Allein schon, weil sie sich im Dialog zeigten und Nachdenklichkeit und Kritikbereitschaft signalisierten – und das Bedürfnis und den Anspruch auf die Freiheit, sich dabei einen eigenen Reim auf die Dinge, sogar auf Religion zu machen. Ein Thema, mit dem der Philosoph ins Epizentrum der Auseinandersetzung um das brisanteste Thema unserer Tag geraten ist: Religion und Gewalt. Denn der Philosoph, von Herkunft Muslim, hat mit dem 2016 erschienenen kleinen Büchlein „Offener Brief an die muslimische Welt“ den Islam zu radikaler Selbstkritik und Selbstaufklärung aufgefordert – und zugleich den „spirituellen Leerraum“ der westlichen Welt thematisiert.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

 


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