Menschenzoos

Im Wiener Museum für Völkerkunde eröffnet am 25. Mai die Ausstellung “Was Wir Sehen – Bilder, Stimmen, Repräsentationen”. Die Ausstellung ist eine spannende Ergänzung unseres in der Übersetzung befindlichen Buches “Menschenzoos”

Die Ausstellung setzt sich mit der verstörenden Geschichte historischer Ton- und Bilddokumente aus dem südlichen Afrika auseinander.

Im Zentrum steht das 1931 von dem deutschen Künstler Hans Lichtenecker als „Archiv aussterbender Rassen“ angelegte Körperarchiv von Afrikanerinnen und Afrikanern in Namibia, dem ehemaligen (Deutsch-) Südwestafrika.

„Was Wir Sehen“ rückt das Sprechen jener Menschen in den Mittelpunkt, die innerhalb eines kolonialen Kontextes Gesichtsabformungen, Körpervermessungen, anthropometrisches Fotografieren und Stimmaufnahmen erdulden mussten. Auch Stimmen galten als anthropologisches Sammlungs- und Klassifizierungsgut und wurden von Lichtenecker auf Wachswalzen aufgezeichnet. Erst kürzlich wurden die afrikanischen Texte von der Kulturwissenschaftlerin Dr. Anette Hoffmann wiederentdeckt und konnten übersetzt werden. Was Afrikanerinnen und Afrikaner 1931 über das beklemmende Anthropometrie-Projekt und über ihr Leben in der südafrikanischen Kolonie mitteilten, erfahren wir erst heute.

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