Kürzlich diskutierte ich mit einer Französin über deutsch-französische Unterschiede. Sie lebt seit knapp drei Jahren in Hamburg-Othmarschen, einem zumindest sehr gut-bürgerlichen Teil Hamburgs und schilderte, wie sie deutsche Kinderliebe in Teilen der Gesellschaft wahrgenommen hat:
Sie freute sich sehr, als sie unmittelbar nach Ihrem Zuzug einen Platz für Ihren Sohn in der Kita SterniPark dicht bei ihrer Wohnung fand. Die Freude dauerte nicht lange, Nachbarn fanden die Kinder zu laut und damit unerträglich. Der Kindergarten wurde für einige Zeit partiell zwangsweise geschlossen. Es gabt eine Elternbewegung für und eine Bewegung einiger Anwohner gegen den Kindergarten. Eines Abends nahm sie an einer Veranstaltung von Gegnern und Befürwortern des Kindergartens teil. Danach überlegte sie sehr ernsthaft Deutschland wieder zu verlassen: Ein ältere Dame formulierte sehr präzise, was sie von Kindern hält: “Sie würde lieber neben einer Tankstelle als neben einem Kindergarten wohnen!”
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Zu Leseprobe aus “Jude sein nach Gaza”
von Moser Anton3. Februar 2013
Diese Erscheinungen sind nicht nur bei Juden so!...
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Ist dies nicht ein unfassbar seltsames Land geworden? Bürgerinitiativen gegen spielende Kinder gibt es sonst sicher nirgendwo auf der Welt.