„Lassen wir den Fußball doch mal beiseite“ Lilian Thuram im Gespräch mit der FAZ

In einem einfühlsamen Interview hat die FAZ den ehemaligen Fußballnationalspieler Lilian Thuram zu seinem Engagement außerhalb des Fußballs befragt.

Lilian Thuram mit Yasmine Azzi-Kohlhepp, Verlegerin des Hauses Les Éditions du Crieur-Public, sowie Pascal Blanchard, Autor des Crieur Public und einer der Kuratoren der Ausstellung "Exhibitions. L'invention du sauvage"

Lilian Thuram mit Yasmine Azzi-Kohlhepp, Verlegerin des Hauses Les Éditions du Crieur-Public, sowie Pascal Blanchard, Autor des Crieur Public und einer der Kuratoren der Ausstellung “Exhibitions. L’invention du sauvage”

Gleich zu Beginn des Interviews möchte die FAZ wissen, worum es in der von Thuram mitorganisierten Ausstellung „Exhibitions. L’invention du sauvage“ gehe.

Die Ausstellung zeige, so Thuram, wie der Westen den Wilden erfunden habe. Sie zeige dies am Beispiel des Schicksals einzelner Menschen, die aus Afrika, Asien, Ozeanien oder Amerika kamen und im Westen auf Jahrmärkten, in Zoos und auf Welt- oder Kolonialausstellungen präsentiert wurden. Dieser Prozess habe im 16. Jahrhundert an den Königshöfen und begonnen und habe sich in Europa, Amerika und Japan verstärkt bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts fortgesetzt. „Ich habe mehr als zwei Jahre gebraucht, um alle Ausstellungsstücke zusammenzutragen“, sagt Thuram.

Im Folgenden äußert sich Thuram zu seiner 2009 ins Leben gerufenen Stiftung „Erziehung gegen Rassismus“ („Education contre le racisme“), wann und wie er zum ersten Mal Diskriminierung erfuhr und wer seine intellektuellen Vorbilder sind. Immer wieder hält er fest, dass der Fußball „nicht anders als der Rest der Gesellschaft“ ist; dass der Rassismus, der sich in den Stadien zutrage, daher nur ein Spiegel der Gesellschaft sei und zeige, wie tief koloniale Stereotypen in unserem Denken wurzelten.

Das vollständige Interview finden Sie hier:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/lilian-thuram-im-gespraech-lassen-wir-den-fussball-doch-mal-beiseite-11775275.html


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