“Der Spiegel” berichtet über Menschenzoos

Am 12. Dezember 2012 berichtete Katja Iken für den Spiegel über das Schicksal des kongolesischen Pygmäen Ota Benga. Ota Benga sei „ein Mann, dessen trauriges Schicksal exemplarisch für den um die Wende zum 20. Jahrhundert grassierenden wissenschaftlichen Rassismus, für Ausbeutung, Menschenverachtung und Habgier“ stehe.

Ota Benga wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von einem amerikanischen Missionar zusammen mit anderen Afrikanern nach St. Louis verschleppt, um in einem Menschenzoo ausgestellt zu werden. In einem von den belgischen  Okkupationstruppen König Leopolds II. verursachten Massaker waren seine Frau und seine zwei Kinder ermordet worden, Benga anschließend versklavt.

Der Ding-Charakter, dem man dem Afrikaner zuschrieb, wird unterstrichen von der Tatsache, dass Benga im Laufe seines Schausteller- und Sklavendaseins u.a. in einem Orangutan-Gehege eines Bronxer Zoos ausgestellt und gedemütigt wurde. Ota Benga wurde zum “missing link”- als fehlendes Bindeglied zwischen Mensch und Affe – erklärt.

In der geplanten Wanderausstellung MenschenZoos: Die Erfindung des “Wilden”, ausgerichtet vom Crieur Public, wird das Schicksal Ota Bengas im Kontext der Menschenzoos erklärt werden.

Den vollständigen Spiegel-Artikel finden Sie hier.

 


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