Besprechung der Pariser Ausstellung „Exhibitions. L’invention du sauvage“ in der TAZ

Die Berliner Tageszeitung TAZ hat die Ausstellung “Exhibitions: l’invention du sauvage“, die derzeit im Pariser Musée du quai Branly zu sehen ist, am 4. Mai 2012 im Ressort „Kultur“ besprochen.

Auf „eindrucksvolle Weise“, heißt es darin, stelle de Ausstellung die Beziehungsgeflechte rund um das Thema Menschenzoos dar. Die Ausstellung sei „eine begehbare Studie [...] über die Herausbildung westlicher Klischees gegenüber dem Fremden“.

So sei beispielsweise die Videoinstallation des französischen Künstlers Vincent Elka positiv ins Auge gefallen: auf zwei großen Bildschirmen stellen Schwarze und Asiaten, Rollstuhlfahrer und Blinde, Moslems, Obdachlose, Schwule und Lesben dem Besucher am Ende der Ausstellung die Frage „Qui est votre sauvage? – Wer ist Ihr Wilder?“

Die Installation erinnere daran, „dass jede Zeit ihre eigenen Fremden erfindet“.

Das Musée du quai Branly, heißt es außerdem, sei „in doppeltem Sinn der ideale Ort für eine solche Ausstellung“. Nur wenige Schritte vom Eiffelturm entfernt, verweise das Museum zum einen auf die Universalausstellung, die hier 1889 stattfand; des weiteren sei das Haus „der Stein gewordene Ausdruck, dass es am Beginn des 21. Jahrhunderts nicht mehr genügt, im Museum exklusiv die westliche Kunst- und Kulturgeschichte zu feiern“.

Der/die Besprecher/in hätte sich einzig einen größeren Fokus auf die Verzahnung von Wissenschaft und Unterhaltungsindustrie gewünscht. „Wie entscheidend schließlich die Theaterbühne der Völkerschau für die wissenschaftliche Beschäftigung mit den außereuropäischen Völkern für lange Zeit“ gewesen sei, werde im Musée du quai Branly „leider nur all zu kurz angesprochen“.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier http://www.taz.de/!92679/


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