Besprechung der Ausstellung „Exhibitions. L’invention du sauvage“ in Le Parisien

Die große französische Boulevardzeitung Le Parisien kündigt die Eröffnung der derzeit im Pariser Musée du quai Branly zu sehenden Ausstellung „Exhibitions. L’invention du sauvage“ an.

„Kinder“, beginnt der Rezensent seinen Artikel, „unsere Großeltern, ja sogar unsere Eltern, gingen zur Foire du Trône oder in den jardin d’Acclimatation. Aber nicht, um eine Runde auf der Achterbahn zu drehen, sondern, um vor der „Krokodilfrau“ zu erschauern.“ Schwarze oder andere „Einheimische“ seien aus den Kolonien nach Europa gebracht worden, um in Zirken und Baracken als Monster ausgestellt zu werden. So sei beispielsweise auch der Urgroßvater des Fußballers Christian Karembu ein solches Opfer der Menschenzoos gewesen. Der ehemalige französische Fußballnationalspieler und Mitorganisator der Ausstellung Lilian Thuram erinnere im „wundervollen Katalog der Ausstellung“ an dieses Schicksal.

In der Ausstellung zeugten Filme, Plakate, Skulpturen und auch Poster, die damals in den Straßen zu sehen waren, vom täglichen Rassismus und den Stereotypen mehrerer Jahrhunderte. Die Bilder, schreibt der Rezensent, seien umso schockierender, als dass sie häufig eine poetische Stimmung, einen Exotismus und eine “unbestreitbare Kraft” entfachten. “Man entdeckt, man lernt, man empört sich, man lacht auch. Eine ebenso unterhaltende wie informative Ausstellung.”

Den vollständigen Artikel finden Sie hier http://www.parisetudiant.com/etudiant/sortie/exposition-exhibitions-l-invention-du-sauvage.html


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