Bertini-Preis für MenschenZoo-Beitrag

Die 20-jährige Abiturientin Jessica Köster ist dieses Jahr mit dem Bertini-Preis ausgezeichnet worden. Der Name des Preises geht auf den größtenteils autobiographischen Roman „Die Bertinis“ des Hamburger Schriftstellers Ralph Giordano zurück, in welchem er die Geschichte seiner assimilierten jüdischen Familie nachzeichnet, die sich im Zuge der Nürnberger Gesetze einer Welle von Diskriminierungen und dem Stigma des „Jüdischseins“ ausgesetzt sah. Der Preis wird jährlich an junge Hamburger im Alter von 14 bis 21 Jahren für „couragiertes Eintreten gegen Unrecht, Ausgrenzung und Gewalt von Menschen gegen Menschen in dieser Stadt“ vergeben.

Gegenüber ihren Mittstreitern tat sich Jessica Köster mit einem fiktiven Tagebuch eines 1886 auf Ruf Carl Hagenbecks nach Hamburg emigrierten Kamerunesen hervor. Der Prinz mit Namen Samson Dido wurde zusammen mit seinem Gefolge in einer der Völkerschauen des Hamburger Zoodirektors Hagenbeck ausgestellt.

Journalist Carsten Vitt verweist in diesem Zusammenhang auf die Publikation der „MenschenZoos“, in dem u.a. die kolonialen Spuren in Hamburg nachgezeichnet werden. Das Buch wird dem Leser als „Buchtipp“ unter  der Überschrift “Als Hagenbeck noch Menschen ausstellte” vorgestellt.

Der vollständige Artikel ist hier abrufbar.


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